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Breite schöpferische Vielfalt präsentiert

Große Besucherschar bei der Ausstellungs-Eröffnung von Elisabeth Mangelsdorf und Tzveta Grebe

Kunst und Kultur umfassend zu erleben, war der Wunsch der 4Fachwerk-Museums-Akteure. So waren nicht nur Kunstwerke zu sehen, sondern auch ein Kunstgenuss zu hören. Gesangsbeiträge der Sopranistin Irene Carpentier führten nach der Begrüßung durch Dieter Siebel in den Abend ein. Sie interpretierte den Goethe-Text „Ich ging im Walde so für mich hin“, der mit der Strophe endet: „ Und pflanzt es wieder/Am stillen Ort/ Nun zweigt es immer/Und blüht so fort.
Ja, dass was Elisabeth Mangelsdorf und Tzveta Grebe im Stillen in ihren Ateliers erschafften, blüht in den dem kleinen, aber feinen Museum im Alten Flecken in der Tat auf. Dr. Ingrid Leopold sprach in ihrer Einleitung von „hochbegabten multitalentierten Künstlerinnen“ und stellte deren Lebensweg und die Fortentwicklung ihrer schöpferischen Werke im Detail vor.

Elisabeth Mangelsdorf, in Hanau geboren, habe als Kind schon viel gezeichnet und ihre Mitschülerinnen portraitiert. Der Krieg vernichtete jedoch alle Pläne, sich ernsthaft mit „Schönen Künsten“ zu beschäftigen. Am Anfang ihres späteren künstlerischen Weges stand das Hobby, für ihre kleine Tochter eine Puppe zu basteln. Sie stellte kleine Wesen her, die aber auch den Älteren gefielen: „Bald konnte sie kaum den Aufträgen nachkommen, Puppen nach Wunsch für Erwachsene zu fertigen. Oft musste sie Personen in Miniaturausgabe nachbilden oder sie in ihren Berufen darstellen. Das Puppenmachen wurde zur ernsthaften Profession.“
Heute begegnen wir Elisabeth Mangelsdorf als Schafferin ausdrucksstarker Skulpturen. Sie folgte irgendwann dem dringenden Wunsch, sich zur Bildhauerkunst hin zu verändern. Sie verwirklichte ihren Traum, besuchte u. a. die Schule für Gestaltung in Siegen, begann zu töpfern und Steine zu bearbeiten. Über Jahre hält sie Kontakt zu der Künstlerinnengemeinschaft „SKULPTURA 17“ von acht Bildhauerinnen, die sich seit 1992 wöchentlich trifft, um gemeinsam zu werkeln und Exponate naturalistischer oder abstrakter Art zu schaffen. Für ihre Büste des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker erhielt sie höchstes Lob.

Tzveta Grebe erblickte das Licht der Welt in Levski/Bulgarien. Nach der Oberschule für „Schöne Künste“ in Sofia mit Abiturabschluss „Kunstmalerin“ studierte sie an der Akademie für „Bildende Kunst“ in Sofia. Ihr Studium beendete sie mit dem Magisterdiplom. Seit 1998 lebt sie in Deutschland und zum Beginn ihrer Kariere hier zählte 2001 der erste Preis beim IHK-Künstlerwettbewerb zum Thema „Gesichter“.  121 Künstlerinnen und Künstlern hatten 210 Arbeiten eingereicht und Tzveta Grebe, die heute in Kreuztal lebt, durfte sich über den Erfolg mit ihrem Webbild „Selbstportrait als Sechsjährige in der ersten Klasse“ freuen.
Im März 2006 erging an sie anlässlich des Jubiläums „550 Jahre Stadtrechte Freudenberg“ die Einladung, im Stadtmuseum ihre Federstrichzeichnungen mit Motiven aus dem Flecken zu zeigen.
Die Bandbreite des Wirkens von Tzveta Grebe reicht also von ausdruckstarken Bleistift-Zeichnungen, Federstrich-Darstellungen über ganz außergewöhnliche Web-Portraits bis hin zur „Kunst am Bau“. In dem sie Fassaden, Stromkästen und Trafohäuschen überwiegend mit Siegerländer Motiven ein anderes Aussehen gibt, trägt sie künstlerisch dazu bei, Straßen- und Stadtbilder zu verschönen.
Ein solches exemplarisches Werk finden die Besucher neben der Eingangstür des Museums.

Die Betrachter werden viel Freude haben, aber auch Zeit brauchen, die vielfältigen und facettenreichen Arbeiten auf sich wirken zu lassen. Das Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ beschloss dann auch musikalisch die Vernissage – und alle Gäste sangen gemeinsam mit Irene Carpentier kräftig mit. Viele nutzten zudem anschließend die Gelegenheit, sich mit beiden Künstlerinnen eingehend auszutauschen

Die Ausstellung ist bis zum 15. September 2019 zu sehen. Der Eintritt beträgt 3 Euro. Das Haus ist mittwochs, samstags und sonntags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Sonderführungen sind auf Anfrage möglich.

Freudenberger 4Fachwerk-Foto-Kalender 2019 ist da

Verein sucht weitere alte Aufnahmen

Ein Kalender begleitet uns durch den Lauf des Jahres. Er lässt den Ablauf der Zeit nachvollziehen und dokumentiert so fortlaufende Veränderung. Auch Orte wechseln Laufe der Zeit ihr Gesicht.

Beispiele dafür liefert erneut der 4Fachwerk-Bildkalender, der jetzt für das Jahr 2019 zur Verfügung steht. Großformatigen historischen Aufnahmen aus dem alten Freudenberg werden zeitgenössische Fotos gegenübergestellt. Gezeigt werden Orte und Plätze, die sich „Zug der Zeit“ verwandelt haben. Das weckt Erinnerungen und ermöglicht den Vergleich zum Aussehen in unseren Tagen.

„Mit dem Kauf eines Kalenders holt man sich ein Stück Geschichte ins Haus oder bereitet mit ihm als Geschenk Freude. Zugleich wird etwas Gutes getan, denn er fördert zugleich das ehrenamtlich geführte 4Fachwerk-Mittendrin-Museum,“ erklärt Vorsitzender Dieter Siebel.

Der Bildkalender ist ab sofort für 15 Euro im 4Fachwerk-Mittendrin-Museum selbst (Mittelstraße 4-6), bei der Buchhandlung Flender (Färberstraße 16), Geschenkartikel „Filousophie“ (Bahnhofstraße 20), in der Holzwirtschaft (Marktstraße 15) und bei der Tourist-Information (KulTourBackes, Kölner Str. 1 am Marktplatz) erhältlich.

Die 4Fachwerker würden sich sehr freuen, wenn ihre Fotosammlung weiter wachsen könnte. Deshalb formulieren sie die Bitte, ihnen alte Fotos aus Freudenberg zur Verfügung zu stellen. Diese werden eingescannt und kommen wohlbehalten zurück.

Ansprechpartner für den Arbeitskreis Stadt- und Baugeschichte des Museums sind Bernd Brandemann (02734/3104) und Christian Berner (02734/4239426).

Unser Adventskalender ab sofort erhältlich

Vorfreude mit Freudenberg – 4Fachwerk bietet Schokoladen-Adventskalender an

Die außergewöhnlich milden und sonnigen Herbsttage verdrängen ein wenig das Empfinden für die nahende Vorweihnachtszeit. „Und doch wissen wir,“ so 4Fachwerk-Vorsitzender Dieter Siebel, „dass viele Interessierte schon auf unseren Adventskalender mit einem winterlichen Bild vom Alten Flecken warten.“ Denn der ganz besondere Kalender werde oft genutzt, um Kindern, Familienangehörigen oder Freunden, die weit verstreut in der Welt leben, rechtzeitig einen Gruß für die Vorweihnachtszeit zukommen zu lassen.



Die Wartezeit zum Einkaufen hat jedenfalls jetzt ein Ende. Ab sofort bietet der Museumsverein den Kalender für 7,50 Euro an. Er ist zu den Öffnungszeiten im 4Fachwerkmuseum in der Mittelstraße 4-6 zu erhalten oder kann auch bei Dieter Siebel (02734/7223) vorbestellt werden.

Der Kalender soll Freude bereiten, unterstützt aber zugleich die ehrenamtliche Arbeit zur Fortführung und Weiterentwicklung des Museums. Als Motiv wurde ein Panorama gewählt, das sowohl den verschneiten Flecken wie auch Freudenbergs größten Weihnachtsbaum bei der Villa Bubenzer zeigt.