Archiv der Kategorie: Aktuelles

WDR in Freudenberg

Fast einen ganzen Tag lang drehte das Team um WDR-Redakteurin Katrin Römer in Freudenberg. Die Kölner Fernsehleute waren in den Flecken gekommen, um die Sendung „Lieblingsorte“ aufzunehmen. Für die Führung durch die Altstadt hatte sich 4Fachwerk-Vorsitzender Dieter Siebel zur Verfügung gestellt. Einmal mehr konnte er seine Zuneigung zu seinem Geburtsort unter Beweis stellen und über viele Geschichten und Begebenheiten in der Fachwerkstadt berichten.

Treffpunkt war zunächst der KulTour-Backes. Hier staunte das Kölner Team nicht schlecht, auf eine japanische Reisegruppe zu stoßen, die ihre Begeisterung über den Flecken lautstark zum Ausdruck brachte. „Das ist ja Wirklichkeit und keine Kulisse“, so die Journalistin erstaunt beim Fotoblick nach der Kurpark-Besteigung .
Viele Winkel und jeweils kleine Lieblingsort galt es anschließend „im Flecken“ unter die Lupe zu nehmen. Und der Zufall steuerte außergewöhnliche Begegnungen bei: Dass eine Reitergruppe in den Gassen fotogerecht unterwegs ist, zählt dazu, wie eine Pilgergruppe aus Leipzig, die den Flecken als besinnlichen Ort wahrnahm. Nun sind alle gespannt, was aus der Fülle von Material demnächst im Rahmen von „Hier und Heute“ gesendet wird. 
 
 

LECKER(ER) FLECKER ADVENTSKALENDER

Advent ist die Zeit der Vorfreude: Weihnachten wird erwartet. Eine weitere Vorfreude zeigt sich bei Vielen darin, morgens ein Türchen ihres Adventskalenders öffnen zu können, um damit die Tage bis zum 24. Dezember zu zählen. Ein kleines, liebgewonnenes Ritual im Dezember.

Der Museumsverein 4Fachwerk Freudenberg bietet in diesem Jahr einen besonderen Adventskalender an. Er zeigt als Motiv den leicht verschneiten, vorweihnachtlichen Alten Flecken. Gefüllt sind die Fächer hinter den 24 Türchen mit leckerer Schokolade.

Eine ideale kleine Aufmerksamkeit, um sich wie Verwandten und Bekannten im nahen und fernen Umkreis eine Freude zu bereiten: Advent in Freudenberg. Der Kalender ist für 7,50 Euro im Museum erhältlich. Ein kleiner Überschuss unterstützt den Verein beim ehrenamtlichen Erhalt des Museums im Alten Flecken.

Der Kalender wird zu unseren Öffnungszeiten verkauft: Mi, Sa, und So. 14.00 bis 17.00 Uhr.

Sonderführung Artverwandt

SONDERFÜHRUNG DURCH DIE
AUSSTELLUNG „ARTVERWANDT“
Termin: Samstag, 21. Oktober 2017, 16:00 Uhr

Vera Becker, eine der beiden Künstlerinnen, deren Werke gerade im 4Fachwerk-Mittendrin präsentiert werden, wird am kommenden Samstag persönlich durch ihre Ausstellung führen.
Hierzu lädt der Museumsverein für den 21. Oktober 2017, um 16:00 Uhr in das Museum im Alten Flecken.

Die Kreuztalerin, die mit einer ganz besonderen Maltechnik arbeitet, wird erläutern, wie ihre Kunstwerke entstehen und welche Ideen sie mit ihren Farb- und Formkompositionen verbindet.
Ihre Tochter Melanie Becker-Hoffmann arbeitet in der Grundstruktur verwandt, sucht mit Fäden in ganz unterschiedlicher Weise ihren Objekten eine zusätzliche Dimension in der Gestaltwirkung zu geben.

Vera Becker freut sich auf den Dialog. Der Eintritt beträgt 3 Euro.

Lechtstonn mit Dieter Siebel und Bodo Hoffmann am 8. November 2017

Eine „Lechtstonn“ mit Dieter Siebel und Bodo Hoffmann
Wieder Erzählabend über „dit on dat“ im 4Fachwerk-Museum

Die geruhsame Zeit in der Abenddämmerung fand im Flecken die Bezeichnung „Lechtstonn“. Diese gab die Gelegenheit, weil es nicht mehr hell genug für die Arbeit war, sich in der Nachbarschaft oder Familie zu treffen, sich über die Neuigkeiten des Tages auszutauschen oder einfach Geschichten zu erzählen.

Die Tradition der „Lechtstonn“ greift jetzt das 4Fachwerk-Museumverein zum dritten Male auf und lädt erneut zu einem munteren Gesprächsabend ein.
Dieser wird am Mittwoch, den 8. November 2017, um 17:30 Uhr im Museum, Mittelstraße 4-6, stattfinden.
Dieter Siebel geht es dabei um „dit on dat“, um kleine Geschichten und Begebenheiten, an die er sich selbst aus Kinderzeiten erinnert oder die er aus der Überlieferung kennt. Unterstützt wird er diesmal dabei von Bodo Hoffmann, der vor einigen Jahren die von ihm gesammelten Flecker Anekdoten in einem kleinen Buch zusammenstellte: Seje moal ahn!

Wer sich also „alte Geschichten“ anhören möchte oder auch selbst noch interessante oder typische Geschehnisse aus Freudenberg und seinem Umland berichten kann, ist zu diesem Abend sehr herzlich eingeladen.

Der Einritt beträgt 3 Euro, die Ausstellungen im Museum können dabei besichtigt werden.

 

EIGENART-VERWANDT – „berührend kreativ“

Mit Burkhard Leismann, dem Direktor des Kunstmuseums Ahlen, hatten Vera Becker und ihre Tochter Melanie Becker-Hoffmann einen prominenten wie kenntnisreichen Moderator für ihre Ausstellungseröffnung in Freudenberg gewinnen können.

Beide Künstlerinnen seinen zwar familiär und in ihrem Tun verwandt, doch sie verwirklichten sich in sehr eigenständigen Positionierungen. Gemeinsam zeichneten sich ihre Werke durch eine intensive malerische Wirkung wohltuend aus. „Ihre visuellen Botschaften berühren den Betrachter“, zeigte sich Leismann überzeugt. Wenngleich von einem einheitlichen Basisaufbau ihrer Werke auszugehen sei, zeuge der jeweilige künstlerische Fortschritt doch von ausgesprochenen Individualitäten. Sein Credo: „Der Titel „Eigenart-verwandt“ ist treffender als Artverwandt“

Ausführlich schildert Leismann den Werdegang der beiden Künstlerinnen. Sie seien einem starken inneren Ruf gefolgt, am Beginn hätte keine akademische Ausbildung gestanden. Darin unterstellt der Museumsdirektor einen Vorteil: „Ihre künstlerischen Produkte tragen eine sehr persönliche Handschrift, ihre eigenen Seelen sind implementiert, alles ist authentisch, Ausdruck eines Reifeprozesses.“

Viele berühmte Künstler seien Autodidakten, befreit vom Mainstream besonderer „Denkschulen“. Leismann: „Das ist kein Makel, sondern sehr ehrlich, sehr positiv.“

In den Werken von Vera Becker sieht er einen ganz individuellen, ureigenen Schaffungsakt, der im experimentellen Austausch von Materialien wachse. So würden poetische, lyrische Bilderwelten entstehen. „Es sind Dokumente des Lebens, der Lebenswege.“ Die Leidenschaften künstlerischen Handelns würden unverfälscht wiedergegeben. Er sei beeindruckt von dieser ästhetischen Kunst, die sensibelste Momente der Wahrnehmung zuließen.

Bei Melanie Becker-Hoffmann stellt er den Charakter ihrer Werke als „Überzeichnung, ohne eine Zeichnung zu sein“ dar. Die kraftvollen Materialkollagen beeindruckten, sie führten zu einer visuellen wie haptischen Wahrnehmung. „Es sind aufregende Hingucker“, so sein Lob. Dass zunehmend Glas bei der ausgebildeten Glasgestalterin eine Rolle bei ihren künstlerischen Arbeiten spiele, sei nur verständlich. Diese Materialcollagen seien in ihrer Entwicklung ein sehr wichtiger Gestaltungsfortschritt. Die farbigen Grundierungen verbunden mit farbigen Stoffbändern und Textilfäden empfinde er als „drunter und drüber Seherlebnis“.

„Die Exponate von Mutter und Tochter verbindet die Ausstrahlung von Leidenschaft und Freude am Gestalten“, findet der Ahlener Kunstexperte. Hier zeige sich ein großes Kreativpotential. Insofern wünsche er sich viele Besucher für diese Gemeinschafts-Ausstellung.

Ausgesprochen zahlreich waren bereits die Eröffnungsgäste erschienen, die 4Fachwerk-Vorsitzender Dieter Siebel im Museum mitten im Alten Flecken begrüßen konnte. Und der Wunsch wie das Angebot, sich intensiv mit beiden Künstlerinnen auszutauschen, wurde intensiv und gerne genutzt.

Die Ausstellung ist bis zum 19. November zu sehen. Das Museum ist mittwochs, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Sonderführungen sind auf Anfrage möglich. Der Eintritt beträgt 3 Euro.

Sonderführung durch Ausstellung „Gewebte Bilder“, praktisches „Weben“ sehen

Am Sonntag, 17. September 2017, 15:00 Uhr, wird die Textilkünstlerin Margret Georg im Freudenberger 4Fchwerk-Museum ganz praktisch zeigen, wie „Weben“ funktioniert und eine Sonderführung durch ihre aktuelle Ausstellung „Gewebte Bilder“ anbieten.

Dazu lädt der Trägerverein des ehrenamtlich geführten Museums sehr herzlich ein. Der Eintritt beträgt 3 Euro. Die Ausstellung ist ansonsten noch bis zum 1. Oktober 2017 zu sehen.

Die Kunst des Webens zählt zu den ältesten handwerklichen Tätigkeiten, und die entstehenden Werke haben auch im Web-Zeitalter ihren Reiz. Dr. Ingrid Leopold hatte bei der Ausstellungseröffnung auch auf die Symbolik des frühen Webens hingewiesen: „Da wird im Hinblick auf den Lebensablauf ein Gedankenfaden gesponnen und sinnreich zu einem Schicksalsteppich verwebt“. Kunstvolle Bildwirkereien wurden als Einzelwerke, als Bildfolgen und als Behänge gefertigt. Sie hatten neben schmückenden auch praktische Aufgaben zu erfüllen, so z. B. im Hinblick auf die Temperatur und die Akustik in
geschlossenen großen Räumen. In Europa blühte das Weberhandwerk als Industriezweig ab dem 14. Jahrhundert auf. Seit sich das Handwerk formierte, fand eine Spezialisierung der Weber nach Fachgebieten statt, unterschieden wurden Tuchmacher, Seiden- oder Leinenweber.

Schon die Urgroßeltern von Margret Georg besaßen einen Webstuhl: „Vielleicht bin ich dadurch erblich vorleblastet“, vermutet die Künstlerin. Seit jetzt 40 Jahren beschäftigt sie sich mit der Bildweberei.