Ausstellung von Bruno Obermann mit großer Resonanz eröffnet
An den Beginn seiner einleitenden Worte setzt Bruno Obermann das Zitat des amerikanischen Malers Ad Reinhardt: „Kunst ist nur als Kunst Kunst, alles Andere ist alles Andere“. Damit will er die Eigenständigkeit der Kunst unterstreichen, die einen eigenen Lebensbereich bildet und als solche keinen wirtschaftlichen Zweck erfüllt.
Bruno Obermann auf den Titel „Von mir aus“ seiner Präsentation angesprochen: „Ja, ich gebe durch meine Bilder etwas von mir an die Öffentlichkeit und warte auf eine Resonanz.“
Der in Netphen lebende und durch zahlreiche Ausstellungen in 40 Schaffensjahren auch international bekannte Künstler formuliert sein Ansinnen: „Meine Arbeiten sind keinesfalls realistisch, sie sollen zum Widerspruch und Nachdenken anregen.“




Er will eine eigene Gegenwelt zum Alltäglichen und Nützlichen schaffen und beruft sich dabei auf den Philosophen Theodor W. Adorno „Kunst ist die Magie befreit von der Lüge Wirklichkeit zu sein“.
Obermanns berühmtes Faible für Köpfe, das ein Buch von Christian W. Thomsen würdigt, wirkt nach: „Unbedingt wollte ich davon wegkommen, aber es gelingt nicht immer.“ Denn: Für die Freudenberger Ausstellung hat er seine frühen Werke noch einmal einem kritischen Blick unterzogen. „Vieles würde ich so nicht mehr zeigen.“ Und so begann er Arbeiten der 1980er Jahre zu überarbeiten, sie einem Veränderungsprozess in Format, Ausdruck und Darstellungsart zu unterziehen. „Man muss Sehgewohnheiten überstrapazieren.“ Seine Gemälde besitzen einen hohen Abstraktionsgrad und laden dazu ein, eigene Assoziationen zu entwickeln.
Auch ein ganz praktischer Aspekt spricht für den Transformationsprozess: Obermann ist ansonsten für seine großformatigen Werke bekannt. Für das Kunstforum im 4Fachwerk-Musem benötigte er eher Arbeiten im Klein- und Mittelformat. „Die sind absolut sehenswert, „äußern sich Besucher während der Vernissage begeistert.












Viele Siegerländer Kunstfreunde sind zur Eröffnung in den Alten Flecken gekommen. 4Fachwerk-Vorsitzender Klaus Siebel-Späth griff in seiner Begrüßung den Impuls Obermanns auf, den Abend als ein Forum zum Dialog zu verstehen. Mit vorbereitet hatte die Ausstellung Ulrike David, die sich beim Museumsverein um die wechselnden Kunst-Präsentationen kümmert.
Unter den Gästen auch der Siegerländer Landtagsabgeordnete Jens Kamieth: „Ich habe noch gut die Ausstellung von Bruno Obermann 2018 im Düsseldorfer Landtag in Erinnerung, die dort großen Eindruck hinterlassen hat.“
„Von mir aus“ wird bis zum 8. November 2026 in Freudenberg zu sehen sein.






















