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Sonderführung Artverwandt

SONDERFÜHRUNG DURCH DIE
AUSSTELLUNG „ARTVERWANDT“
Termin: Samstag, 21. Oktober 2017, 16:00 Uhr

Vera Becker, eine der beiden Künstlerinnen, deren Werke gerade im 4Fachwerk-Mittendrin präsentiert werden, wird am kommenden Samstag persönlich durch ihre Ausstellung führen.
Hierzu lädt der Museumsverein für den 21. Oktober 2017, um 16:00 Uhr in das Museum im Alten Flecken.

Die Kreuztalerin, die mit einer ganz besonderen Maltechnik arbeitet, wird erläutern, wie ihre Kunstwerke entstehen und welche Ideen sie mit ihren Farb- und Formkompositionen verbindet.
Ihre Tochter Melanie Becker-Hoffmann arbeitet in der Grundstruktur verwandt, sucht mit Fäden in ganz unterschiedlicher Weise ihren Objekten eine zusätzliche Dimension in der Gestaltwirkung zu geben.

Vera Becker freut sich auf den Dialog. Der Eintritt beträgt 3 Euro.

EIGENART-VERWANDT – „berührend kreativ“

Mit Burkhard Leismann, dem Direktor des Kunstmuseums Ahlen, hatten Vera Becker und ihre Tochter Melanie Becker-Hoffmann einen prominenten wie kenntnisreichen Moderator für ihre Ausstellungseröffnung in Freudenberg gewinnen können.

Beide Künstlerinnen seinen zwar familiär und in ihrem Tun verwandt, doch sie verwirklichten sich in sehr eigenständigen Positionierungen. Gemeinsam zeichneten sich ihre Werke durch eine intensive malerische Wirkung wohltuend aus. „Ihre visuellen Botschaften berühren den Betrachter“, zeigte sich Leismann überzeugt. Wenngleich von einem einheitlichen Basisaufbau ihrer Werke auszugehen sei, zeuge der jeweilige künstlerische Fortschritt doch von ausgesprochenen Individualitäten. Sein Credo: „Der Titel „Eigenart-verwandt“ ist treffender als Artverwandt“

Ausführlich schildert Leismann den Werdegang der beiden Künstlerinnen. Sie seien einem starken inneren Ruf gefolgt, am Beginn hätte keine akademische Ausbildung gestanden. Darin unterstellt der Museumsdirektor einen Vorteil: „Ihre künstlerischen Produkte tragen eine sehr persönliche Handschrift, ihre eigenen Seelen sind implementiert, alles ist authentisch, Ausdruck eines Reifeprozesses.“

Viele berühmte Künstler seien Autodidakten, befreit vom Mainstream besonderer „Denkschulen“. Leismann: „Das ist kein Makel, sondern sehr ehrlich, sehr positiv.“

In den Werken von Vera Becker sieht er einen ganz individuellen, ureigenen Schaffungsakt, der im experimentellen Austausch von Materialien wachse. So würden poetische, lyrische Bilderwelten entstehen. „Es sind Dokumente des Lebens, der Lebenswege.“ Die Leidenschaften künstlerischen Handelns würden unverfälscht wiedergegeben. Er sei beeindruckt von dieser ästhetischen Kunst, die sensibelste Momente der Wahrnehmung zuließen.

Bei Melanie Becker-Hoffmann stellt er den Charakter ihrer Werke als „Überzeichnung, ohne eine Zeichnung zu sein“ dar. Die kraftvollen Materialkollagen beeindruckten, sie führten zu einer visuellen wie haptischen Wahrnehmung. „Es sind aufregende Hingucker“, so sein Lob. Dass zunehmend Glas bei der ausgebildeten Glasgestalterin eine Rolle bei ihren künstlerischen Arbeiten spiele, sei nur verständlich. Diese Materialcollagen seien in ihrer Entwicklung ein sehr wichtiger Gestaltungsfortschritt. Die farbigen Grundierungen verbunden mit farbigen Stoffbändern und Textilfäden empfinde er als „drunter und drüber Seherlebnis“.

„Die Exponate von Mutter und Tochter verbindet die Ausstrahlung von Leidenschaft und Freude am Gestalten“, findet der Ahlener Kunstexperte. Hier zeige sich ein großes Kreativpotential. Insofern wünsche er sich viele Besucher für diese Gemeinschafts-Ausstellung.

Ausgesprochen zahlreich waren bereits die Eröffnungsgäste erschienen, die 4Fachwerk-Vorsitzender Dieter Siebel im Museum mitten im Alten Flecken begrüßen konnte. Und der Wunsch wie das Angebot, sich intensiv mit beiden Künstlerinnen auszutauschen, wurde intensiv und gerne genutzt.

Die Ausstellung ist bis zum 19. November zu sehen. Das Museum ist mittwochs, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Sonderführungen sind auf Anfrage möglich. Der Eintritt beträgt 3 Euro.

Sonderführung durch Ausstellung „Gewebte Bilder“, praktisches „Weben“ sehen

Am Sonntag, 17. September 2017, 15:00 Uhr, wird die Textilkünstlerin Margret Georg im Freudenberger 4Fchwerk-Museum ganz praktisch zeigen, wie „Weben“ funktioniert und eine Sonderführung durch ihre aktuelle Ausstellung „Gewebte Bilder“ anbieten.

Dazu lädt der Trägerverein des ehrenamtlich geführten Museums sehr herzlich ein. Der Eintritt beträgt 3 Euro. Die Ausstellung ist ansonsten noch bis zum 1. Oktober 2017 zu sehen.

Die Kunst des Webens zählt zu den ältesten handwerklichen Tätigkeiten, und die entstehenden Werke haben auch im Web-Zeitalter ihren Reiz. Dr. Ingrid Leopold hatte bei der Ausstellungseröffnung auch auf die Symbolik des frühen Webens hingewiesen: „Da wird im Hinblick auf den Lebensablauf ein Gedankenfaden gesponnen und sinnreich zu einem Schicksalsteppich verwebt“. Kunstvolle Bildwirkereien wurden als Einzelwerke, als Bildfolgen und als Behänge gefertigt. Sie hatten neben schmückenden auch praktische Aufgaben zu erfüllen, so z. B. im Hinblick auf die Temperatur und die Akustik in
geschlossenen großen Räumen. In Europa blühte das Weberhandwerk als Industriezweig ab dem 14. Jahrhundert auf. Seit sich das Handwerk formierte, fand eine Spezialisierung der Weber nach Fachgebieten statt, unterschieden wurden Tuchmacher, Seiden- oder Leinenweber.

Schon die Urgroßeltern von Margret Georg besaßen einen Webstuhl: „Vielleicht bin ich dadurch erblich vorleblastet“, vermutet die Künstlerin. Seit jetzt 40 Jahren beschäftigt sie sich mit der Bildweberei.

Vernissage zur Ausstellung Gewebte Bilder mit Werken von Margret Georg

Margret Georg aus Daaden (Kreis Altenkirchen) steht mit ihren modernen Interpretationen eines alten Handwerks im Mittelpunkt der nächsten Ausstellung im Freudenberger 4FACHWERK-Mittendrin Museum. Vom 2. September bis zum 1. Oktober 2017 sind ihre Werke im Alten Flecken zu sehen.

Zur Vernissage lädt der ehrenamtliche Trägerverein für Freitag, den 1. September 2017, 19:00 Uhr, ein. Einführende Worte wird Dr. Ingrid Leopold sprechen, für die musikalische Umrahmung sorgt das Ehepaar Hofer (Querflöte und Gitarre).

Weben ist eines der ältesten Handwerke der Geschichte. Margret Georg beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit der Bildweberei. Für sie ist es immer wieder spannend, mit dieser traditionellen Technik moderne Exponate zu gestalten. Teils handelt es sich um Gegenständliches mit Motiven überwiegend aus der Natur, teils um abstrakte Kreationen, wobei mit den Farben und dem Material (Wolle, Leinen, Baumwolle, Seide und Mischgarnen) experimentiert wird.

Margret Georg absolvierte eine langjährige künstlerisch-kreative Ausbildung an der Berufsfachschule für Weben in Siegen und besuchte parallel dazu die Siegener Fachschule für Malerei bei Theo Meier-Lippe. Exponate entstehen nach eigenen Entwürfen auf einem Hochwebstuhl. Bei der Bildweberei wird jeder Faden von Hand eingelegt und mit einem Handklopfer festgeschlagen. Die Gobelintechnik ermöglicht es, Symbole in feinen Farbschattierungen herzustellen; alles kommt plastischer zum Ausdruck. Die Künstlerin gibt ihr Wissen in Webkursen weiter.

Das Museum ist mittwochs, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Sonderführungen sind auf Anfrage möglich. Der Eintritt beträgt 3 Euro.

Sommerausstellung Bilder.Welten beginnt

4FACHWERK Freudenberg lädt zur Vernissage und zur Berichterstattung über die neue Ausstellung ein:

Mit der neuen Präsentation gibt das 4FACHWERK-Kunstforum einen Einblick in seine eigenen Bilder-Welten. Denn es sind Künstlerinnen und Künstler, alle samt Mitglieder des Museumsvereins, die diesmal ihre Exponate zeigen.

So ist eine Vielfalt von Motiven, Farbspielen und Darstellungsweisen zu sehen, die sich quasi zu einer ganz bunten künstlerischen Sommerblüte vereinen.

URSEL THIEL, BRIGITTE REIN und MARLIES FORNEBERG tragen mit prägnanten Landschaftswahrnehmungen zur Ausstellung bei. Die Künstlerinnen wirkten jahrelang beim „Freudenberger Adventskalender“ mit oder sind durch eigene Ausstellungen bekannt.

Charaktervolle Portraits berühmter Persönlichkeiten so wie weitere Motive in kräftigen Farben kennzeichnen den typischen Malstil von DR. JÜRGEN GALONSKA.
Zum Reigen der Freudenberger Maler gehört ERNST WILLI JUNG, dessen Motive erkennbar Heimatliebe und Humor widerspiegeln.

Skulpturen von RAINER ETZROT gewähren durch bearbeitete Fundstücke und skurriler Gegenstände zu neuen fantasiereichen Figuren eine ganz ungewohnte Aussicht auf das Alltägliche.
„Menschen“-Bilder zeigt CLAUDIA KRITZLER, die erfolgreiche Fotografin, die mit ihrem besonderen Blick Dingen ganz neue Präsens und Tiefe gibt.

Skulpturen sind die Gestaltungswelt der Wahl-Freudenberger Künstlerin BIANCA TORRADO-BERNER, die in ihrem Atelier in der „Kunst“-Marktstraße im Alten Flecken entstehen.
Abstraktionen in Öl stammen von KARIN UHR. Die selbständige Diplom-Designerin sieht Kunst gerade auch als Kommunikationsmittel und Inspiration für Wohlbefinden.
Für MATTHIAS MEHNERT bedeutet Kunst Vielfalt. So widmet er sich ebenso der Musik, dem Fotografieren und der Malerei.

Die Eröffnung findet am Freitag, 14. Juli 2017, 19:00 Uhr im Museum statt. Den musikalischen Rahmen bietet Dominik Hindenberg (Gitarre).

Das ehrenamtlich geführte 4FACHWERK-Mittendrin-Museum ist mittwochs, samstags und sonntags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Sonderführungen sind auf Anfrage möglich. Der Eintritt beträgt 3 Euro.