Archiv der Kategorie: Stadtgeschichte

Rückblick auf die illuminierte Lesung

Impressionen der illuminierten Lesung zum Gedenken an den verheerenden Stadtbrand vor 350 Jahren im Jahre 1666.

Straßen wurden gesperrt, Straßenlaternen ausgeschaltet, Scheinwerfer und Technik installiert, Kabel gezogen, Beamer ausgerichtet (kurz vor der Veranstaltung, weil es ja noch hell war…) und vieles vieles mehr!

Vielen herzlichen Dank an alle Beteiligten und an die zahlreichen Besucher!

„Ein fast ohnlöschlich Feuer“

Sonderführungen durch die aktuelle Ausstellung zur  Geschichte der Brandbekämpfung

Mit der aktuellen Ausstellung „Ein fast ohnlöschlich Feuer“ beteiligt sich das 4Fachwerk-Museum im Alten Flecken an dem Veranstaltungs-Netzwerk, um an den Freudenberger Stadtbrand im Jahr 1666 zu erinnern.

Feuerkatastrophen zählten zu den gefürchtetsten Ereignissen. Die Obrigkeit hatte deshalb schon früh höchstes Interesse daran, alles dafür zu tun, Brände zu vermeiden. In den Vorschriften schon von 1495 heißt es „Jeder Unterthan soll zur Verhütung einer Feuersbrunst, sowohl bey Tag als Nacht, sein Feuer und Licht verwahren…Und: Vor jedem Haus waren “große Bütten voll Wassers vorrätig zu halten“.

Die alten Gesetzesvorgaben, aber auch die geforderten Leitern, Feuerhaken und Löscheimer sind als Exponate in der Ausstellung zu sehen.

Ein weiterer Teil beschäftigt sich mit dem Übergang von Pflichtwehr zur Freiwilligen Feuerwehr. Gegründet wurde diese in Freudenberg 1897, nach dem bei einem Scheunenbrand an der Krottorferstraße eine erneute Feuersbrunst nur knapp und mit Hilfe der Pflichtwehr aus Büschergrund verhindert werden konnte.

In Führungen durch die Ausstellung wird Kurator Gottfried Theis die Zusammenhänge erklären und viele zusätzliche Informationen geben können.


Sie finden statt jeweils um 15:00 Uhr am

Mittwoch, 27. Juli 2016,
Samstag, 30. Juli 2016,
Sonntag, 7. August 2016 und
Sonntag, 21. August 2016.

Der Eintritt beträgt 3 Euro. Sonderführungen sind auf Anfrage möglich.Das ehrenamtlich geführte Museum ist mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.

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Auch ein Stück Stadtgeschichte: Bahnunfall vor 70 Jahren

Es geschah am Samstag, 27. Januar 1945: Gegen 18:45 Uhr prallten im Gambachtal oberhalb des heutigen Freibades ein aus Olpe kommender Personenzug mit einem Güterzug aufeinander, der von Freudenberg aus bergauf fuhr. Der Zusammenstoß vor 70 Jahren hatte dramatische Folgen: Neun Reisende verstarben damals, 20 weitere Personen wurden schwer verletzt.

Dieser Bahnunfall von 1945 zählt auch zu solch kleinen historischen Facetten, die für den Arbeitskreis Stadt- und Baugeschichte des 4FACHWERK-Mittendrin-Museums von Bedeutung sind. Wer Interesse an der Mitarbeit in dieser Runde hat, ist gerne zum nächsten Treffen am 3. Februar 2015, 19:00 Uhr, im Museum eingeladen. Auch an weiteren Auskünften, Berichten von Erzählungen zu diesem Vorfall oder Informationsmaterial sind die 4FACHWERKer sehr interessiert.

Aktuell weist Freudenbergs Stadtarchivar Detlef Köppen mit einem kleinen Plakat auf den Bahnunfall von 1949 hin, der ebenfalls den ‚Bahnforscher’ Klaus Dörner immer wieder beschäftigt und von dem auch Freudenbergs Bodendenkmalpfleger Karl-Wilhelm Stahl zu berichten weiß.

Die Bahnlinie Olpe-Freudenberg-Kirchen war zu dieser Zeit stark frequentiert. Bei dem Luftangriff auf Siegen am 16. Dezember 1944 waren Teile der Bahnanlagen zerstört worden, die Ruhr-Sieg-Strecke insgesamt durch Bomben beschädigt. Die eingleisige, mit Dampflokomotiven betriebene Nebenstrecke nahm deshalb einen Teil des Zugverkehrs auf. Der Zug aus Kirchen sei langsam in den Bahnhof eingefahren, habe dann aber das angezeigte Haltesignal übersehen oder falsch verstanden und seine Fahrt fortgesetzt.

Die Rettungsarbeiten dürften außerordentlich beschwerlich gewesen sein: „Den in der Dunkelheit im tiefen Schnee zu Fuß herbeigeeilten Bahnangestellten bot sich ein grausiger Anblick von zertrümmerten und verkeilten Lokomotiven sowie einem Waggon mit toten Fahrgästen und zerquetschten Verwundeten“, schrieb Gertrud Riegger-Schrenk 1994 in einem Beitrag für „Freudenberg im Zeitgeschehen“. Viele Helfer aus Freudenberg hätten sich auf den Weg gemacht, darunter zahlreiche junge Frauen, die während des Krieges die männlichen Mitglieder der Feuerwehr vertraten. „Der zerstörte, auf der Seite liegende Waggon lag noch einige Jahre oben auf dem an dieser Stelle sehr breiten Bahndamm“, entsinnt sich Karl-Wilhelm Stahl.

Neue Ausstellung: GEDENKEN. GEDANKEN. Einladung zur Eröffnung

Mit einer Ausstellung zum Beginn des 1. Weltkrieges bringt das „Mittendrin-Museum“ seine
Facette „Stadtgeschichte“ zum Ausdruck.
Zur Eröffnung am Samstag, 6. September 2014, 18:00 Uhr, wird hiermit ganz herzlich
eingeladen!

Zum Hintergrund der Präsentation:
Im August 1914 begann der 1. Weltkrieg, die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts. Der
patriotischen Begeisterung folgten bald Trauer und Entsetzen über eine bis dahin unvorstellbare
Todesmaschinerie. Bereits am 2. August 1914 brachen auch junge Männer aus Freudenberg zu ihrem Militärdienst auf. „Noch bevor die Blätter fallen, seid ihr wieder in der Heimat“, hatte der Kaiser den vielen Kriegsfreiwilligen versprochen. Es sollte anders kommen.

Die Ausstellung erinnert an das historische Datum des Kriegsbeginns und zeigt, wie die Orte in
Freudenberg später der Opfer des Krieges gedachten. Die Mahnmale, damals vielfach noch als
Ehrenmale der Heldenverehrung verstanden, sind Dokumente des jeweiligen Zeitgeistes. Weitere
Exponate, Fotos und Zeitungsausschnitte geben Alltags-Informationen. Stolz sowie Trauer und
Not liegen eng beieinander. Lebensbilder, Kriegsdokumente und Todesanzeigen bilden einen
spannungsreichen Bogen. Dieser und das Rahmenprogramm zeigen die Widersprüchlichkeiten
dieser Epoche.

„Gedenken“ und „Gedanken“ stehen in einer Wechselbeziehung für diese verwirrende Zeit und
ihre Folgen. Die „große Geschichte“ findet ihren Widerhall direkt in unseren Orten.
4FACHWERK ermöglicht einen Blick in diese Facette Freudenberger Geschichte.

Die Ausstellung im Stadtmuseum wird in der Zeit vom 6. September bis zum 22. Oktober 2014
gezeigt. Sie ist jeweils Samstags, Sonntags und Mittwochs von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.
Ein Flyer informiert über das Rahmenprogramm mit Filmabenden und einer Lesung.

4FACHWERK-Arbeitskreis Stadtgeschichte legt los

Stadtgeschichte – das ist die eine der vier Facetten, die sich der neue Museumsverein 4FACHWERK für die Weiterentwicklung des Freudenberger Stadtmuseums auf seine Fahnen geschrieben hat. Fachliche Unterstützung suchen die 4FACHWERKer dabei auch beim Westfälischen Museumsamt.

Bei einem ersten Treffen des Arbeitskreises, der sich der weiteren Aufbereitung der Stadtgeschichte widmen will, stellte Stadtarchivar Detlef Köppen die Informations-Optionen des Stadtarchivs vor. Hier kann kommunales Archivgut eingesehen werden, das Archiv kennt aber zumeist auch Diejenigen, die bei weitergehenden Fragen angesprochen werden können. Köppen wies ebenso auf interessante Jahrestage hin, die im „Mittendrin-Museum“ begleitet werden könnten. In diesem Jahr steht „150 Jahre Kleinkinderschule“ im Kalender, im Jahre 2016 kann an den Stadtbrand vor 350 Jahren gedacht werden und die einstigen Beratungen auf der Freudenberger Burg zur Befreiung der Niederlanden jähren sich mit einer „Jubiläumszahl“.

„Als erstes wird es darum gehen, für uns selbst eine Prioritätenliste aufzustellen, was jetzt nächst thematisch bearbeitet und vernetzt werden soll,“ fasste Bernd Brandemann die Erörterungen zusammen. Es geht um Stadt- wie Bewohnergeschichte, Baugeschichte und die Entwicklung der Denkmalpflege, Sozial- und umweltgeschichtliche Aspekte sollen aufgegriffen und natürlich auch der facettenreichen Kirchengeschichte Rechnung getragen werden. Da die Ausstellungsfläche durchaus begrenzt ist, kommt es darauf an, das Konzept für eine multimediale Darstellungsform zu erarbeiten. In einem weiten Schritt könnten mittels QR-Code besondere Informationen für einen Stadtrundgang angeboten werden.

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe ist für Mittwoch, den 9. Juli 2014 geplant, an der Mitwirkung Interessierte sind dazu ganz herzlich eingeladen. Kurzfristig will die Gruppe auch ein Museum besuchen, das auf einer solchen multimedialen Informationstechnologie basiert, um Anregungen für das eigene Tun zu erhalten.